Grafische Darstellung
P10 Neues Werkleitungstrasse Sonnenberg
Die Kapazität des Werkleitungstrassees im Sonnenbergtunnel ist erschöpft. Als Folge von Versinterung und Korrosion können die Leitungen und Kabel oft nicht mehr ausgewechselt werden. Die Kabel liegen zum Teil brandgefährdet auf der Zwischendecke des Zuluftkanals. Im Ereignisfall sind sie stark gefährdet. So wird vom Grosshof her über den Tunnelröhren ein neuer Stollen bis an die Baselstrasse gebaut. Er führt von der Tunnelzentrale Sonnberg Süd (TZSS) vorbei an der Tunnelzentrale Sonnenberg Mitte (TZSM) direkt in die Tunnelzentrale Sonnenberg Nord (TZSN). Vor Beginn der Gesamterneuerung «Cityring» müssen sämtliche Leitungen in den neuen Werkleitungsstollen umgelegt sein. Dazu werden die neuen Systeme vollständig aufgebaut, bevor die alten gekappt werden. Die beiden Wassertransportleitungen (Ø 300 und Ø 400 mm) des städtischen Versorgungsnetzes (ewl), die heute unter der Fahrbahn liegenden, werden zu einer 500 mm Wassertransportleitung zusammengefasst und in den Werkleitungsstollen verlegt.
Die fünf bestehenden Querverbindungen zwischen den beiden Röhren werden durch drei weitere ergänzt. Dadurch wird alle 150 m ein Fluchtweg zur Verfügung stehen. Von allen Querverbindungen werden vertikale Verbindungsschächte zum Werkleitungsstollen erstellt. Weder diese Verbindungsschächte noch der Werkleitungsstollen werden zum Fluchtweg ausgebaut. Die Querverbindungen werden mit Hydranten ausgestattet, die über die Verbindungsschächte an die Transportwasserleitung angeschlossen werden.
Bauvorgang:
  • Maschineller Vortrieb mit einer Tunnelbohrmaschine mit 4 m Durchmesser.
  • Ausbruch der Querverbindungen mit Abbauhammer.
  • Abteufen der Verbindungsschächte (Ø 2.1 m) mit Steinsägen
  • Zweischaliger Ausbau von Stollen und Querverbindungen, einschaliger Ausbau der Verbindungsschächte
Herausforderungen:
  • Das gesamte Projekt muss vor den eigentlichen Arbeiten am Sonnenbergtunnel abgeschlossen sein.
  • Ausbruch ohne Sprengungen.
  • Die Autobahn A2 ist während der gesamten Arbeiten in Betrieb. Sperrungen einer Tunnelröhre sind nur nachts möglich.
  • Die Linienführung nähert sich bis auf 4 m den Tunnelröhren des Sonnenbergtunnels.
  • Die Tunnelröhren werden dreimal überfahren und im nördlichen Bereich erfolgt der Vortrieb parallel über der Tunnelröhre Fahrbahn Süd.
  • Vortriebsende mit Durchschlag in das bestehende Gebäude der Tunnelzentrale Sonnenberg Nord.
  • Abteufen der Verbindungsschächte zwischen die Tunnelröhren.
Termine:
Baubeginn:
2007
Bauende (Rohbau):
2009
Kosten:
ca. 31 Mio. CHF (Rohbau I)
Bauherrschaft:
Dienststelle Verkehr und Infrastruktur ( www.vif.lu.ch)
Übersichtskarte
Weitere Informationen
zum Teilprojekt
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Projektleitung:
Verkehr und Infrastruktur (vif)
Arsenalstrasse 43
6010 Kriens
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