Die zwei Röhren des Reussporttunnels wur¬den Anfang der 1970er-Jahre erstellt. Der Tunnel ist gut 600 m lang und unterquert mit einer Überdeckung von 5 bis 30 m das Reussport- und das St. Karli Quartier. In den beiden Portalbereichen Lochhof und St. Karli sowie im Bereich der Spitalstrasse wurde der Tunnel in offener Bauweise – im Tagbau – gebaut. Der restliche Tunnelbereich wurde bergmännisch erstellt. Nach rund 35 Jahren Betriebszeit besteht in verschiedener Hinsicht Erneuerungsbedarf: Durch den Eintrag von Streusalz ist die Beton¬struktur der Tagbaugewölbe teilweise schadhaft. Auf Grund der vollkommen verkalkten Gewölbedrainageleitungen kann sich das Bergwasser aufstauen und dringt im Bereich der Gewölbefugen durch die stellen¬weise lecke Abdichtung in den Fahrraum ein. Das Entwässerungssystem des Tunnels entspricht für den Störfall nicht mehr den geltenden Richtlinien und muss ersetzt werden. Die Kabelrohranlagen sowie Sicherheitseinrichtungen haben ihre Lebensdauer erreicht und werden an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Die fortschreitende Alterung des Belages zeigt sich in Rissen und Spurrinnen. Die Anfang der 1990er-Jahre erstellte Lärmschutzüberdachung beim Portal St. Karli weist Schäden beim Oberflächenschutz der Stahlkonstruktion auf. |